Psychotherapie

Wir, das psychotherapeutische Team der Spessart-Klinik, arbeiten nach einem integrativen Ansatz/Konzept. Das bedeutet, wir bedienen uns je nach den individuellen Fragestellungen unserer Rehabilitanden spezifischer therapeutischer Richtungen und Schwerpunkte (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, systemische Psychotherapie, Hypnotherapie und Schematherapie). Dies findet im einzeltherapeutischen Gespräch und gruppentherapeutischen Rahmen statt.

Unser Team

  • Daniela Schneider, ltd. Psychologin

Bezugstherapeutinnen / Bezugstherapeuten:

  • Stefan Bär
  • Elena Burgard
  • Anneli Buschhaus
  • Jil Ehrenthal
  • Dina El Dsoki
  • Dr. Jürgen Gehrke
  • Sabine Hofmann
  • Carina Jakob
  • Andrea Mayer
  • Anna Petry
  • Michaela Richter
  • Stephanie Riegel
  • Eva Ritter
  • Patrick Schlösser
  • Johanna Schultheiss
  • Knut Schumach
  • Christine Schwendemann
  • Meike Shahzad

Angebote für Angehörige

Angehörigen-Beratung:

Sie bekommen bei uns fachkundige Information über unser Behandlungsangebot. In einem Angehörigengespräch können Sie dem Bezugstherapeuten Ihre Fragen stellen und gemeinsam mit diesem für spezifische Problematiken erste Lösungsansätze finden.

Paargespräche:

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, auch Ihren Partner/Ihre Partnerin zu einem Paargespräch in die Klinik einzuladen. Wir unterstützen Sie bei der Bearbeitung von Konflikten in Ihrer Beziehung. Wir stellen Ihnen einen Rahmen zur Verfügung, in dem Sie und Ihr Partner/Ihre Partnerin Ihre verschiedenen Bedürfnisse, Ängste und Befürchtungen zum Ausdruck bringen und klären können. Dies kann der Ausgangspunkt für eine bessere Kommunikation miteinander sein.

Eltern-Kind-Gespräche:

Wir bieten Ihnen Hilfe bei altersspezifischen Problemen, sowie in der
Eltern-Kind-Kommunikation.

Einzel- und Gruppentherapie

Einzeltherapie:

In der Einzeltherapie geht es um die individuelle Behandlung psychischer Probleme. Dazu zählen Störungen der Wahrnehmung, des Verhaltens, der Erlebnisverarbeitung, der sozialen Beziehungen und der Körperfunktionen. Hierbei wird ein Aufnahmegespräch geführt und mit dem Rehabilitanden gemeinsam ein auf ihn abgestimmter Therapieplan zur Erreichung seiner individuellen Ziele erstellt.
In der Therapie gehen wir auf die individuelle Lebenssituation ein.

Gruppentherapie:

Alle therapeutischen Gruppen haben Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch als gemeinsames Ziel. Die Rückmeldung der Gruppenmitglieder fördert nicht nur soziales Lernen, sondern ermöglicht auch, die Wirkung der eigenen Person auf andere Personen klarer zu sehen.

Unsere Fachprogramme

Neben dem auf individuelle Belange abgestimmten Therapiekontext existieren in der Spessart-Klinik unterschiedliche Fachprogramme, bei denen konkrete Störungsbilder im Vordergrund stehen. Der Rehabilitand erlebt diese Programme neben der Einzel- und Bezugsgruppentherapie als seinen zweiten Behandlungskontext. Dort trifft er auf Rehabilitanden, die unter ähnlichen Problemen leiden. Die homogene Gruppenzusammensetzung ermöglicht ein sehr spezialisiertes und problembezogenes Vorgehen. Die Programme werden von Therapeuten durchgeführt, die sich auf das jeweilige Thema spezialisiert haben. Auch hier setzen sich die einzelnen Module aus verbalen (mehr psychoedukativen) Anteilen und nonverbalen (eher interaktionellen) Gruppen zusammen. Sie bilden Fachteams, die in regelmäßigen Treffen die Behandlung eng abstimmen.

Folgende Fachprogramme bieten wir an:

  • Hilfe für Helfer
  • Stressbewältigung
  • Depressionsbewältigung
  • MANN!
  • Angstbewältigung
  • Schmerzbewältigung
  • Essstörungen
  • 55 +

Zusätzlich bieten wir folgende Gruppenangebote an:

  • Soziale Kompetenzgruppe
  • Trauergruppe
  • Tiergestützte Aktivität mit dem Therapiebegleithund Gorni
  • Raucherentwöhnung
  • Training Emotionaler Kompetenzen (TEK)
  • Psychosoziale Aspekte bei Herzerkrankungen
  • Diabetes und Depression
  • Tanztherapie:

    Die Tanz- und Bewegungstherapie ist eine integrative körperorientierte Methode, die dazu verhilft, die Biografie des Lebens auf verschiedenen Erlebensebenen zu bearbeiten und sich mit dem Erlebten reflektorisch auseinanderzusetzen. Sie unterstützt Fähigkeiten und Ressourcen, sich selbst zu erleben sowie anderen Menschen erlebend zu begegnen. Auf diese Weise öffnen sich innere Räume, es entsteht und entwickelt sich das Potenzial, dem Leben handelnd zu begegnen. Tanz- und Bewegungstherapie findet auf fünf Erlebnislinien statt (Vitalität, Affektivität, Kreativität, Sensibilisierung der Sinne, Transformation), ihre Ziele sind:

    • Stärkung des vitalen Erlebens, Selbstwert und Selbstbewusstsein, Freude an Bewegung und an Körperlichkeit, Leichtigkeit
    • Gefühle bewusst machen, Zulassen, Akzeptieren und Ausdrücken, Wahrnehmen, Vertrauen, die Fähigkeit, ein- und loszulassen;
    • Raum, sich selbst neu zu erfahren, Neues spielerisch erproben, neue Möglichkeiten und Wege entdecken, das eigene Leben aktiv gestalten;
    • Berühren und Berührtwerden, Kontakt mit sich selbst und mit anderen Menschen, in der Welt sein mit allen Sinnen, Präsenz;
    • Lösen aus ungesunden Verstrickungen, den Blick öffnen für Veränderung, Mut und Tatkraft stärken, Kraft und Stärke, Arbeit mit Gefühlen wie Trauer, Wut, Abgrenzung.
    Tanztherapie
  • Theatertherapie:

    Innerhalb der aktiven Theatertherapie steht den Rehabilitanden eine Vielzahl von Übungen aus der Theaterarbeit zur Verfügung. Aktuelle und zurückliegende Belastungen, innerpsychische Prozesse und Ressourcen werden für die gemeinsame Bearbeitung erleb– und spürbar gemacht. Die Rehabilitanden geraten durch Aktion und  spielerisches Experimentieren ganzheitlich in Bewegung und in Kontakt mit ihren Themen. Das Schlüpfen in Rollen macht es möglich, Wagnisse einzugehen, Perspektiven und kreative Problemlösungen zu eröffnen.

    Theatertherapie
  • Schreibtherapie:

    Der gezielte Einsatz der Kulturtechnik des Schreibens dient im Rahmen einer therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung der seelischen, körperlichen und geistigen Gesundheit. In der Spessart-Klinik Bad Orb wird tiefenpsychologisch orientiertes, biografisch-kreatives Schreiben therapeutisch eingesetzt. Aktuelle und zurückliegende Belastungen, innerpsychische Prozesse und Ressourcen werden schreibend und spürend für die Bearbeitung erleb– und fühlbar gemacht. Die Rehabilitanden geraten in ihrem Erleben ganzheitlich in Kontakt mit ihren Themen.

    Schreibtherapie
  • Hundegestützte Aktivitäten:

    Zusätzlich bietet unsere Klinik die Möglichkeit, an tiergestützten Aktivitäten – speziell an hundegestützten Aktivitäten- im Rahmen der Bezugs- und Einzeltherapie teilzunehmen. Hier wird ein Golden Retriever eingesetzt, der die Patienten in den Therapien begleitet und allgemein als beruhigend und angenehm wahrgenommen wird, aber auch die Kommunikation zwischen Patient und Therapeut erleichtert, wobei der Hund hier als Medium eingesetzt wird. Die positive Wirkung von Tieren im medizinischen Setting ist schon seit vielen Jahren bekannt. Als Begründer gilt der New Yorker Kinderpsychotherapeut Levinson, der schon im Jahr 1962 „The dog as a co-therapist“ publizierte. Auch Florence Nigthingale erkannte „a small pet animal is often an excellent companion for the sick“. Insgesamt finden wir in der Literatur vielfältige positive Effekte durch den Einsatz von Hunden in der Therapie wie z.B. blutdrucksenkende Effekte durch das Streicheln von Hunden; Veränderungen der präfrontalen Aktivität während des Hundekontakts und weitere positive Veränderungen von vegetativen Parametern und neurohumoralen Markern nach unterschiedlichen Kontaktarten zwischen Mensch und Hund wie signifikante beta-Endorphin-, Oxytozin-, Prolaktin-, Dopamin- oder Cortisolerhöhung. Innerhalb der hundegestützten Aktivitäten entscheiden die Patienten frei, wie sie mit dem Hund interagieren wollen. In der Regel entscheiden sich die Patienten für eine Interaktion mit Körperkontakt,wie z.B. Streicheln oder Kraulen des Hundes. Dabei ist es obligat, dass die entsprechenden Schutz, Sicherheits-, und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Die Teilnahme an diesen Aktivitäten erfolgt selbstverständlich nur in Absprache und auf Wunsch der Patienten.

    Hundegestützte Aktivitäten

Angebote in der Kinder- und Jugendklinik:

  • Adipositasschulung
  • Lösungen im Team- Gruppe
  • Elternberatung
  • Psychosoziale Diabetesgruppe
  • Soziales Kompetenztraining für Mädchen
  • Erziehungsberatung

Entspannungstherapie:

Allen Entspannungstechniken ist gleich, dass sie bei Stress und Verspannungen eingesetzt werden. Neben dem Körper kann auch die Seele unter Stress leiden. In unserer Klinik haben Sie die Möglichkeit, unter therapeutischer Anleitung Entspannungsübungen zu erlernen, um diese dann langfristig zur Spannungsreduktion in Ihren Alltag integrieren zu können.
Sie sind wirksam bei:

  • Nervosität
  • Bluthochdruck
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Spannungskopfschmerzen
  • allgemeinen Spannungszuständen,
  • Schmerzbewältigung
  • Angst

Bei der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson geht es um das Anspannen und Entspannen einzelner Muskelgruppen des Körpers. Bei der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson lernen Sie, Spannungszustände wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Durch Übung steigt Ihre Fähigkeit, Verspannungen frühzeitig zu erkennen und zu lokalisieren. Es wird für Sie zunehmend leichter, unangenehme Körpergefühle wirksam zu bekämpfen.

Beim Autogenen Training erfolgt die Entspannung durch Autosuggestion. Unter Anleitung unserer Therapeuten üben Sie die sprachlichen Vorgaben, die so genannten “Formeln” des Autogenen Trainings anzuwenden. Diese ermöglichen es Ihnen, mit zunehmender Übung immer deutlicher Ruhe, Schwere und Wärme in Ihrem Körper wahrzunehmen. Dadurch wird eine tiefe Entspannung erzielt und das vegetative Nervensystem reguliert.